top of page

Warum Demenz uns alle betrifft

  • jule2709
  • vor 6 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Menschen sagen mir oft, dass sie es wichtig finden, dass jemand über Demenz spricht.

Gleichzeitig erlebe ich, dass sich viele Menschen erst mit dem Thema beschäftigen, wenn sie selbst irgendwie betroffen sind.

Macht ja auch Angst- Angst verletzlich zu sein- Angst vorm Älterwerden- Angst nicht mehr gänzlich selbstbestimmt zu leben.

Wenn die Mutter plötzlich dieselbe Geschichte zum dritten Mal erzählt oder der Partner sich verändert, wird es oft sehr lange einfach abgetan. Der Nachbar, über dessen Verhalten sich alle wundern, ohne zu wissen, was dahintersteckt. Vielleicht sind es erste Anzeichen einer Demenz.

Bis dahin ist Demenz oft etwas das "andere" betrifft.

Vielleicht ist es aber auch der ältere Herr im Sportverein, der plötzlich die Treffen vergisst oder die Dame an der Kasse, die länger braucht als andere.

Warum warten viele oft, bis sie keine Wahl mehr haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen?

Eine demenzfreundliche Gesellschaft beginnt nicht erst mit der Diagnose (die oft gar nicht gestellt wird), sondern mit der Bereitschaft, ganz klar hinzusehen.

Die Mitmenschen im Verein, Nachbarschaften und Unternehmen wahrzunehmen.

Genau deshalb ist es mir wichtig, über Demenz nicht nur mit Angehörigen, sondern mit allen in der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.

Das Thema Demenz ist nicht erst dann präsent, wenn die Meschen betroffen sind, sondern schon in dem Moment, in dem weggeschaut wird.





 
 
 

Kommentare


bottom of page