Wenn die Fortbildung vorbei ist
Aktualisiert: vor 18 Stunden

Ich frage mich des Öfteren, was wir von einer Fortbildung erwarten. Es ist ein Tag, mit 3 Fortbildungsstunden. Manchmal auch zwei ganze Tage. Dort wird über Demenz gesprochen, über Bedürfnisse, Kommunikation und darüber, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten. Es gibt diesen Moment, in dem vieles plötzlich logisch klingt und am nächsten Morgen soll es funktionieren.
Im Frühdienst, unter Zeitdruck, mit dem Menschen mit Demenz, der auf den gestrigen noch so einleuchtenden Tipp überhaupt nicht reagiert. Die Kollegen schätzen die Situation ebenfalls anders ein und die Routinen, die schon seit Jahren -mehr oder weniger gut- funktionen, sind schnell wieder präsent.
Ich glaube nicht mehr daran, dass Wissen alleine reicht. Fortbildungen können natürlich viel anstoßen und einen Refresh geben, absolut. Aber...
Erwarten wir manchmal zu viel von diesem einen Impuls?
Geben wir dem, was danach kommen müsste, zu wenig Raum?
Ausprobieren und scheitern dürfen- noch einmal hinschauen und reflektieren. Sich fragen
dürfen: Was habe ich eigentlich gerade gesehen und was nur hineininterpretiert? Eine andere Reaktion versuchen. Jemandem dabei zusehen, wie es auch gehen könnte... und es weiter versuchen. Solange, bis aus einem Gedanken langsam eigenes Handeln wird.
Bis nicht mehr überlegt werden muss, wie man einem Menschen mit Demenz begegnet.
Bis die eigene Haltung nicht nur auf einer Power Point gut klingt, sondern im eigenen Blick, der Stimme, dem Tempo und in den Entscheidungen steckt.
Genau dort wird es für mich interessant. Bei der Frage:
Was davon spürt der Mensch mit Demenz eigentlich noch am nächsten Montag?




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